Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr?

Sollte ich auf Fett verzichten um abzunehmen? Ist Eiweiß wirklich so wichtig?

Die Makronährstoffverteilung ist ein sehr komplexes Thema, welches ich mit den kommenden Beiträgen genauer erläutern werde.

Zunächst einmal die Grundlagen.
Eiweiß bzw. Proteine, Fette und Kohlenhydrate werden als Makronährstoffe bezeichnet und haben pro Gramm jeweils 4 kcal (Eiweiß und Kohlenhydrate) bzw. 9 kcal (Fett).
Es gibt weder gute noch schlechte Makronährstoffe, es kommt vielmehr darauf an, wann und in welcher Form wir diese zu uns nehmen.

Warum haben Kohlenhydrate so einen schlechten Ruf?

Sobald wir Kohlenhydrate zu uns nehmen erhöht sich der Blutzuckerspiegel, um diesen zu senken schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. So weit so gut. Insulin wird auch als „Speicher-Hormon“ bezeichnet, welches die Eigenschaft besitzt die aufgenommene Nahrung im Körper zu speichern, entweder in den Muskelzellen oder in den Fettzellen.

Was passiert, wenn wir unsere Muskeln gar nicht beanspruchen?

Die Speicher in den Muskeln sind irgendwann voll und ohne „Muskelarbeit“ findet keine wirkliche Entleerung statt. Somit wandern die zusätzlichen Kalorien (aus den Kohlenhydraten) in die Fettzellen und wir nehmen zu. (Vorausgesetzt wir befinden uns im Kalorienüberschuss, siehe vorheriges Kapitel).

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sog. Insulinsensitivität, die darüber bestimmt, wie effizient der Körper mit Insulin umgehen kann. Eine hohe Insulinsensitivität sorgt dafür, dass der Körper besser in der Lage ist, Glukose (Kohlenhydrate) im Muskelgewebe zu speichern, statt im Fettgewebe. Über zwei Wege können wir die Sensitivität erhöhen, zum einen durch Reduzierung des Körperfettanteils und zum anderen durch Krafttraining.

Aus diesem Grund eignen sich low-carb Diäten auch wunderbar für übergewichtige Personen, da hier gar nicht erst die Möglichkeit besteht, dass es ein „zu viel“ an Kohlenhydraten gibt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kohlenhydrate ausschließlich nach dem Training zu konsumieren, da nun die Muskeln besonders „hungrig“ sind.

Weitere Infos zum Thema Kohlenhydrate folgen im nächsten Beitrag…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.